Carolin Schürmann
Empathie und Empowerment bei Alkoholabhängigkeit
Stigmatisierung im Umgang mit Betroffenen überwinden

Alkoholabhängigkeit ist keine Frage des Willens – sondern das Symptom einer wirtschaftspolitisch geförderten und sozialpolitisch gescheiterten Stressbewältigungsstrategie, die über die Alkoholindustrie lange Zeit kommerzialisiert und im Alltag von Organisationen und Familien ritualisiert kultiviert wurde.

Dieses Buch zeigt Fachkräften und Angehörigen, wie sie im Umgang mit Betroffenen aus Scham und Sprachlosigkeit heraustreten und echte Veränderung anstoßen können. Durch Selbstreflexion, trialogische Gesprächsformate und die Offenbarung von Peer-Erfahrungen entsteht ein neues Verständnis – für sich selbst und für andere.

Niemand hat persönlich Schuld an Alkoholproblemen, das System um eine psychisch erkrankte Person ist immer mitbetroffen. Es geht uns alle an.

Die Kapitel im Überblick
Stigma und Sprachlosigkeit

Alkoholabhängigkeit als geerbter Makel.

Mein Leben als „Tochter einer Alki“

Scham und Selbststigmatisierung.

Entstigmatisierung in der Forschung

Wissenschaft trifft Peer-Erfahrung.

Entstigmatisierung durch Selbstreflexion

Gemeinsame Verantwortung und Abhängigkeit als System verstehen.

Positive Gesprächsöffnung und Empowerment

Neue Perspektiven fördert Verständnis und stärkt Empathie.

„Gesellschaftliche Verantwortung beginnt im Trialog.“
– Carolin Schürmann

Workbook und Leitfäden
Workbook Selbststigmatisierung (PDF)
Bezugsmöglichkeit:
Über die Autorin

Carolin Schürmann ist mit Alkohol und Stigma groß geworden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ist Sozialwissenschaftlerin, Kommunikationsprofi, Fachreferentin, Autorin und Präventionsberaterin in Organisationen.

Expertise und Hintergrund

Carolins Großvater litt unter einer pathologischen Spielsucht und weiteren Abhängigkeiten. Ihre Mutter starb unter Selbstverachtung isoliert an ihrer Alkoholerkrankung. Carolin entwickelte selbst eine hoch funktionale Alkoholabhängigkeit und verkannte ihr Leben mit unbehandelten suchtbedingten Traumafolgestörungen in ihrem Lebensumfeld als „normal bis chaotische Umstände“.
Heute verbindet Carolin ihre rollenübergreifenden Erfahrungen in Beruf und Familie als professionelle Peer für Entstigmatisierung bei psychischen Störungen in verantwortungsvollen Rollen.

Stefan Schenk

Vertriebsprofi I CRAFT Trainer I Schulprävention I Angehörigenbegleitung

Vertrieb und Suchthilfe brauchen Feingefühl:
Stefan Schenk verbindet langjährige Vertriebserfahrung mit fundierter Expertise in Prävention, Suchtbegleitung und Angehörigenarbeit. Als Vertriebsprofi kennt er die Anforderungen an Kommunikation, Beziehungsaufbau und professionelles Handeln auch in anspruchsvollen Situationen.

Nah an Angehörigen mit dem CRAFT-Training:
Als CRAFT-Trainer vermittelt er Angehörigen einen wertschätzenden und zugleich wirkungsvollen Umgang mit suchtbelasteten Menschen.

Leidenschaft für den Schulbetrieb:
Darüber hinaus engagiert sich Stefan Schenk in der Schulprävention. Er sensibilisiert junge Menschen frühzeitig für die Risiken von Sucht, stärkt ihre Entscheidungs- und Handlungskompetenz und schafft Raum für einen offenen, angstfreien Austausch.